04. Juni 2018 - Schnelle Begehungen im Frankenjura
© Claudia Ziegler

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© Bernie Ruech

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Der Ursprung des Sportkletterns liegt im Frankenjura. Daher ist es fast ein Muss, einmal dort gewesen zu

sein. Doch die bekannte aggressive Lochkletterei hielt mich immer davon ab. Aber stimmt dieses

Klischee überhaupt? Die Antwort liefert ein Trip dorthin.

Wir lassen 400 km hinter uns und auch die Berge sind daheim in Imst geblieben. Demgegenüber

besteht die Landschaft aus schönen Wäldern und Wiesen, worin die reichhaltigen Felsen emporragen

oder sich verstecken. Die Optik der Felsen wirkt oft eigenartig, aber die Linien lassen sich unerwartet

interessant klettern. Komplexe harte Züge und auch hochgelegene erste Haken charakterisieren die

Kletterei. Gerade deshalb ist es ein irres Gefühl, legendäre Routen wie die „Rauchende Bolts“ in der

Bärenschlucht in Pottenstein mit ihrer moralischen Absicherung oder „Supernase“ am Gernerfels in

Gößweinstein, die Wolfgang Güllich damals ohne Seil bewältigte, zu klettern.

Und was ist nun die Antwort auf „Löcher noch und nöcher“? Geballte Lochkletterei trifft wirklich zu,

aber unter den insgesamt 14.000 Routen gibt es vergleichsweise nicht viel weniger Leisten. Routen

wie z.B. die „Magic Sound Waves, 8a+“ in der Applauswand oder die „Battle Cat, 8c“ am Hängenden

Stein verlangen eine gute Portion Leistenpower. Die zweitgenannte Linie macht mich besonders stolz,

da sie mir gleich nach lediglich zweieinhalb Versuchen geglückt ist. (Zweieinhalb, weil ich den

ersten Teil zum Aufwärmen nutze).


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